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Frühling Special
Delikatessen aus dem Garten
Bunte Blüten und wilde Kräuter duften nicht nur und sind hübsch anzusehen, viele von ihnen schmecken auch köstlich. Kein Wunder also, dass einige Sorten immer häufiger Verwendung als farbenfrohe und zugleich schmackhafte Zutat oder Tellerdekoration finden. Aber Vorsicht: Einige Gewächse sind giftig. Welche der aromatischen Blumen und Kräuter Sie unbesorgt genießen können, wo die blühenden Leckerbissen und die heimischen Kräuter wachsen und was sich daraus alles zaubern lässt, erfahren Sie hier.

Köstliche Blumenküche
Sie sind eine ganz besondere Frühjahrsdelikatesse: zarte Blumenblüten und würzige Wildkräuter. Ob auf Salaten und Fleischgerichten, in Süßspeisen oder als Tee – die aromatischen Pflanzen eignen sich bestens zum Aufpeppen von Speisen und Getränken und sorgen für außergewöhnliche Geschmackserlebnisse.

Die Idee, Blumen und wilde Kräuter zu essen, ist nicht neu. Schon der griechische Dichter Homer erwähnte in seinen weltberühmten Werken aus der Antike die Verwendung von Blüten zur Zubereitung zahlreicher Speisen. Andere Hochkulturen, zum Beispiel die alten Römer und die Azteken, sollen ihren Mahlzeiten mithilfe der schmackhaften Gewächse den richtigen Pfiff verliehen haben.

In der jüngsten Vergangenheit war die Blütenküche etwas ganz Alltägliches. So färbten unsere Großmütter mit Ringelblumen – ebenfalls bekannt als „Safran für arme Leute“ – Reis, Fischgerichte oder Vanillesauce gelb, dekorierten Kuchen mit Rosenblättern und würzten Suppen und Fleischgerichte mit frischen Kräutern aus dem Garten. Nachdem diese Bräuche seit der Nachkriegszeit mehr und mehr in Vergessenheit geraten sind, erleben sie heute durch die Einflüsse der Gourmetküche ein regelrechtes Comeback. Ein leckeres Rezept zum Nachkochen ist die Wildkräutersuppe mit Gänseblümchen.

Wie das duftet!
Den Anfang machten die Spitzenköche, doch inzwischen erobern Blütenblätter und wilde Kräuter die Herzen vieler Hausfrauen und -männer. Bärlauch-Pesto, Kornblumen-Tee oder Löwenzahn-Salat mit Gänseblümchen stehen hierzulande vor allem im Frühjahr wie selbstverständlich auf den Speiseplänen. Das hat nicht zuletzt einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden. Denn die frischen Zutaten enthalten viele Vitamine und ihre leuchtenden Farben sorgen für gute Laune – das macht sie zu einem wirksamen Hausmittel gegen aufkommende Frühjahrsmüdigkeit.

Essbar oder giftig?
Viele Kräuter- oder Blumensorten lassen sich leicht im Blumentopf auf der Fensterbank oder im heimischen Gartenbeet ziehen. Andere finden sich in Wald und Wiesen, zum Beispiel die beliebten Wildkräuter Bärlauch, Kapuzinerkresse, Brennnessel und Sauerampfer. Bei einigen wild wachsenden Blumen ist hingegen Vorsicht geboten, denn sie sind giftig. Dazu gehören unter anderem Fingerhut, Christrose, Maiglöckchen, Oleander und Goldregen. Essbare Blüten haben etwa Begonien, Borretsch, Holunder, Jasmin und Passionsblumen.

Eine besonders kreative Idee zur Verarbeitung von bunten Blumen: In Eiswürfel gefrorene Blüten. Und so geht’s: Legen Sie zum Beispiel Stiefmütterchen, Dahlien oder Veilchen in einen Eiswürfelbehälter und füllen diese zu Hälfte mit stillem Mineralwasser auf. Wenn die halben Würfel gefroren sind, nochmals Wasser darüber gießen bis die Behälter voll sind und erneut einfrieren. Das sorgt garantiert für einen Hingucker auf der nächsten Party.

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